Opfer bringen, um das letzte Stück Heimat zu erhalten

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(V. l.n.r. Georg Hartel, Heidi Hartel, Michael Fleischer, Inge-Marie Dengel,Brigitte Gärtner, Renate Fleischer, Heidemarie Ludwig,Martin Dengel, Heinrich Ludwig und Erwin Gärtner)

Es wird heute viel über den Begriff Heimat gesprochen. Doch was bedeutet „Heimat“ eigentlich?
Ist es der Ort an dem ich geboren bin? Der Ort an dem ich derzeit lebe? Meine Kultur? Das Land in dem ich aufgewachsen bin?
Es ist gut zu fragen wo ich verwurzelt bin. Ich denke, dass in jedem Menschen eine Sehnsucht nach Beheimatung steckt. Meistens spüren wir auch, wie wichtig es ist eine solche heimatliche Verwurzelung zu haben.
Zunächst tief in unserem inneren zu wissen, wer ich bin, was mich bewegt, was mich antreibt im Leben und wo ich Halt finde. Zum anderen aber auch, sich mit anderen Menschen zu beheimaten, Menschen zu haben,die einen ohne Vorbehalt lieben, jene,von denen ich mich angenommen weiß und die mir das Gefühl von Heimat vermitteln/geben.
Für mich ist der Begriff „Heimat“ ganz einfach, der Ort an dem ich geboren bin, wo ich die ersten Schritte gemacht und meine unbekümmerte Kindheit verbracht habe.
Da wir jetzt in Deutschland unsere Wahlheimat gefunden haben und auf Grund unserer guten Integration es geschafft haben, auch im neuen Umfeld mit den hiesigen Menschen uns zu beheimaten, sollten wir die alte Heimat nicht einfach vergessen, oder gar aus unserem Leben und unserem Gedächtnis verdrängen.
Mit ein bisschen Willen, Überzeugung und viel Ehrgeiz hat es die oben genannte Gruppe  geschafft, einen zu Pfingsten in Dinkelsbühl erwirtschafteten Betrag von 1000€ für die Renovierung des Pfarrhauses in Roseln zu spenden.

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Ich wünsche mir, dass sie uns als Beispiel dienen noch mehr Rosler und auch viele Andere zu begeistern. Unser Anliegen ist es gemeinsam unsere Kirche zu renovieren und sie als unsere Identitätswurzel und letztes Stück Heimat zu erhalten, damit wir sie als wertvolles Kulturgut in einem guten Zustand an die nächsten Generationen weiter geben können.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Nürtingen,
Martin Bierkoch

Die “Fuesnicht” in Salach, ein grandioser Abend mit dem Schlagertaxi!

Fuesnicht in Salach

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Hallo ihr “Harzen”,

die Fuesnicht steht vor der Tür und wir möchten Euch alle ganz herzlich dazu einladen mit uns und dem Schlagertaxi die Nacht durchzutanzen und zu feiern!

Ihr dürft Euch natürlich sehr gerne verkleiden!

Die Bergvagabunden haben sich als Highlight des abends wieder was tolles einfallen lassen!

Wir freuen uns auf Euch!

Ein reges Vereinsleben in Salach

Vatertag in Familie Ludwigs Garten in Salach, ein Gemeinschaftstreffen der Rosler Bergvagabunden und des Rosler Kränzchens aus dem Raum Göppingen, und auf´s Neue wieder diese idyllische Atmosphäre begleitet vom Gefühl des Eingebundenseins in eine Gemeinschaft, die einen Glück empfinden lässt und Freude, dass man da ist und ein Teil vom Ganzen sein darf.

Es verbindet uns viel Gemeinsames: Die Herzlichkeit, die Freude am Tanzen und Feiern, am Lachen und einander „Foppen“, Erlebnisse und Erzählungen aus vergangenen Zeiten, die schönen und bereichernden Dialekte der Heimat.

Wir erleben es immer wieder: Einer ist für den anderen da und wenn man einmal nicht dabei sein kann, weiß man, man wird vermisst und die anderen denken an einen.

Alle Generationen sind bei uns vertreten. Die Kinder sind sportlich stets aktiv. Die ältere Generation erzählt uns aus vergangenen Zeiten von Brauchtum und Tradition, von schönen, aber auch schweren Stunden.

Auch die Erinnerung an liebe Menschen, die nicht mehr unter uns weilen, gehört dazu.

Wir sind gerne zusammen, planen, gestalten und erleben einen Teil unserer Freizeit gemeinsam.

Dazu gehören Tanzproben, Feste und Feiern, Wandertage, Ausflüge, Besuche von Konzerten, Auftritte bei siebenbürgischen Bällen, Geburtstagsfeiern, Kochabende, Schmink- oder Bierseminare, Kaffeekränzchen etc. und es werden noch viel mehr.

Jeder Einzelne von uns hat viele Talente und Hobbys, die er in unsere Gruppe einbringt. Jeder kann sich bei uns entfalten, ist Akteur und Regisseur, dadurch bleibt alles spannend.

Wir gestalten gemeinsam unter der Regie jedes Einzelnen und sind dabei offen und begeistert.

Natürlich wird lebhaft diskutiert und es gibt auch Meinungsverschiedenheiten. Das macht uns auch aus, denn Offenheit, eine gute Streitkultur und die Meinung des Einzelnen sind uns wichtig.

Wenn wir uns trennen, gehen wir schweren Herzens auseinander. Manche Familien haben eine lange Heimreise und sagen trotzdem „Es hat sich wieder gelohnt, dabei gewesen zu sein“.

Vielleicht willst auch Du mal bei uns dabei sein – wir würden uns freuen.

Bis bald ir Harzen!

Es grüßen Euch die Rosler Bergvagabunden und das Rosler Kränzchen.

Sonderbericht

 

Liebe Freunde, da Ihr mit Sicherheit erfahren habt, dass wir in Rumänien waren, möchte ich auch über den Grund unserer Reise informieren.

Da mich der Vorstand beauftragt hatte, den Pachtvertrag mit der Landeskirche auszuhandeln und das Übernahmeprotokoll zu unterzeichnen, musste ich nach Roseln fahren. Mit dabei waren außerdem Michael Rochus, Heinrich Ludwig, Martin Bierkoch geb. in Höxter, welcher auch den Transporter stellte. Vor unserer Reise sammelten wir viel Material, ca. 1,5 To., welches wir auf dem Pfarrhof gebrauchen können, daher benötigten wir einen Transporter für die Fahrt. Die Kosten für Sprit wurden über zweckgebundene Spenden gedeckt.

Somit haben wir einen Pachtvertrag über 15 Jahre mit der Landeskirche betreffend Pfarrhaus unterschrieben, 15 Jahre ohne Miete, sondern nur den Unterhalt und Energiekosten. Zudem haben wir vereinbart, dass die Kirche betreffend kirchlicher Liegenschaften und Eigentum der Gemeinde Roseln (Grund und Wald) unseren Vertreter vor Ort, Daniel Andree, miteinbeziehen soll, der unsere Interessen vertritt. Seitens des Vorstandes wurde Michael Rochus beauftragt, dieses Projekt zu leiten und an den Vorstand zu berichten.

Vor Beginn der Gespräche beim Bezirkskonsistorium teilte mir Hr. Dechant Galter mit, dass die Handwerker schon dabei wären, die Dachrinnen an Pfarrhaus, Kirche und Schule anzubringen, wenn wir in Roseln ankämen. Tatsächlich waren diese schon vor Ort an der Arbeit – also es geht doch.

Nachdem ich vor der Reise auf Tagungen des HOG Verbandes erfahren hatte, dass ein EU Projekt in Höhe von 40 Millionen € zur Renovierung von Kirchenburgen beantragt wurde, habe ich im Vorfeld den gesamten Vorstand darüber informiert. Dieser hat dann beschlossen, dass ich den Antrag zur Renovierung unserer Kirche stellen solle. Den Antrag habe ich fristgerecht bei der Landeskirche eingereicht und diesbezüglich auch Gespräche mit Vertretern der Landeskirche, in Hermannstadt   geführt. Nach aktuellem Stand ist der Antrag seitens der Landeskirche genehmigt, es bedarf noch der Zusage der EU-Behörden.

Natürlich kommen auch Kosten auf uns zu, zum Beispiel:

Bei einer Bausumme von 200 000 €:

Bauprojekt (Gutachten) ca. 5 000 €

Technisches Projekt (Baugenehmigung) ca.5 000 €

Beteiligung an Renov. 2 % der Bausumme ca.4- 5 000 €

Dieses ist das Rechenmodell der Landeskirche.

Wir werden weiter mit der Landeskirche in Kontakt bleiben, um auch von diesem Betrag, wenn möglich, noch etwas herunterzukommen.

Angesichts dieses Beispiels ist es meiner Meinung nach eine einmalige, vielleicht auch letzte Chance, unsere Kirche, die in einem kritischen Zustand ist, von Turmspitze bis zu Fundamenten zu renovieren. Wo erhält man heute noch so eine Summe für so einen Eigenbeitrag, und den auf zwei bis drei Jahre verteilt. Die Bauleitung und Bauüberwachung werden von Fachleuten aus Bau und Denkmalschutz, von der EU eingesetzt, geführt.

Natürlich kann ich auch diejenigen verstehen, die dagegen sind. Ich persönlich habe mich ja auch für ein Leben in Deutschland entschieden, nur empfinde ich auch eine moralische Verpflichtung unserem Kulturerbe gegenüber, welches unsere Vorfahren in schwierigen Zeiten, in bitterer Armut aufgebaut haben und dieses können wir nicht in unserem Wohlstand mit einem geringen Anteil erhalten? Ich respektiere die Meinung oder Entscheidung jedes Einzelnen, appelliere aber an die Vernunft, um unsere Kirche, in der die meisten getauft, konfirmiert oder getraut wurden, in der unsere Eltern und Großeltern oder auch einige von uns in schwierigen Momenten die innere Ruhe und die Kraft gefunden haben, als unser letztes Stück Heimat, als unsere Identitätswurzel zu erhalten. Wir wissen heute auch nicht, was die Zukunft bringt, aber ich schließe mich den Worten eines griechischen Philosophen an, der auf rauer See sagte: „Die Strömung der See können wir nicht ändern, dafür aber die Segel richtig stellen“ und somit möchte ich mit meinen Enkeln irgendwann lieber neben einer schönen Kirche, wie ein Leuchtturm im Rosler Tal stehen, als neben einer Ruine, wissend, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Ich glaube diesbezüglich sind wir der gleichen Meinung. Ich hoffe auf Euer Verständnis und auf breiten Zuspruch. Diejenigen, die sich für eine Unterstützung entscheiden, können mit dem Verwendungszweck „KIRCHE“ auf das bekannte Konto überweisen.

Ich appelliere auch an unsere Unternehmer, dieses Mal für unsere Kirche zu spenden. Bei einer Spende ab 50 € können wir Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausstellen. Für weitere Fragen stehe ich gerne unter 07022-977002 zur Verfügung. Mir ist wichtig, dass der gute Geist und die Einigkeit in unserer Gemeinschaft erhalten bleibt und unser Gemeinschaftsleben in Zukunft weiter gedeiht.

Mit freundlichen Grüßen aus Nürtingen

Euer Martin Bierkoch

 

 

 

Ein Traum wird wahr…

Schon immer habe ich davon geträumt, einmal mit Roslern und Angeheirateten eine Wandertour zu unternehmen. Dann war es soweit: Am 27.06. trafen wir uns vor der Stauferlandhalle in Salach und fuhren um 5.30 Uhr los. Ich fühlte mich dabei so gut, dass ich nicht bemerkt hatte, dass ich fast der Älteste war. Nach knapp 6 Stunden waren wir endlich da. Mit dem Sessellift wurden wir alle nach oben (2500 m.ü.M.) gebracht. Weiterlesen