Die Tanzgruppe der Rosler Bergvagabunden ist nun seit Jahren durch ihre tänzerischen Beiträge an Festen und Feiern in aller Munde. Natürlich zeichnet sie sich vor allem durch den Ehrgeiz der Mitglieder aus, jedoch ist das noch lange nicht alles. Für das folgende Interview wurden Mitglieder befragt, die Einblicke in die Tanzgruppe geben und Motivationen und Hoffnungen offenbaren, welche die Gruppe antreibt und sie zusammenhält. Besonders wird deutlich, dass das Gemeinschaftsgefühl der Klebstoff der Gruppe ist.

Frage: Seit wann gibt es die Tanzgruppe und wie kam sie zustande?

Heinrich Ludwig:  Die Tanzgruppe gibt es seit 2009, wenn ich mich richtig erinnere. Ich erinnere mich an die schönen Stunden, die wir bei Winnie und Robert Philp mit Irene, Karin, Marianne, Ingemarie, Heidi und mir erlebt haben. Aber auch an die Zeiten, als wir bei uns zu Hause Anitas Zimmer ausräumten und das Männerballett übten. Was waren das für Zeiten …

Karin Buchholzer:  Die Tanzgruppe gibt es seit 2010. Sie kam zustande im Zuge für die Vorbereitungen zum Fasching 2010 in Göppingen-Holzheim. Das Programm war damals das Knie- und Männerballett.

Anita Ludwig: Ich kann mich noch daran erinnern, dass die ersten Proben mit sieben Tänzern bei mir im Wohnzimmer stattfanden.

Norbert Buchholzer:  Ich bin im Sommer 2012 dazugestoßen, als Ingemarie mich gefragt hat, ob ich Interesse hätte bei Siebenbürger Tänzen mitzumachen.

Frage: Wie bist du zur Tanzgruppe gekommen?

Kurt Baltes:  An einem sonnigen Sonntag lag ich mit Bernd im Freibad, als mein Handy klingelte und Nobbe dran war. Er fragte, ob ich Lust hätte auf dem Rosler Treffen zu tanzen, da noch dringend Männer gesucht wurden. Spontan sagten Bernd und ich zu. Ab da gingen wir fleißig zur Probe.

Stefanie Rochus:  Als die Tanzgruppe gegründet wurde, bin ich von Anfang an dabei gewesen, um Zeit mit so tollen Menschen verbringen zu können, denen man sonst sehr selten begegnen würde, da sie u.a. sehr weit weg wohnen. Das ist bis heute der Grund, weshalb ich noch dabei bin. Man erlebt einfach so viele schöne Momente.

Karin Buchholzer:  Anruf Irene –  Freitag –Abend – Treffpunkt  bei Winnie im Partyraum um ein Programm für Fasching zu besprechen. Ingemarie hatte natürlich schon was parat – wie immer. So ging es los mit dem Üben. So bin ich ab Gründung – bis jetzt bei der Tanzgruppe gelandet und geblieben (macht noch immer ganz viiiieeeel Spaß!)

Frage: Wann und wie häufig wird geprobt?

Heidi Rochus:  Wir fangen ca. 3 Monate vor dem Auftritt an, den Tanz einzustudieren. Dann treffen wir uns wenn möglich jeden Sonntag.

Karin Buchholzer: Je nach Bedarf wird dann konzentriert geübt.

Frage: Was zeichnet eurer Meinung nach diese Tanzproben aus?

Heidi Rochus:  Der Zusammenhalt ist einzigartig. Man kann sich auf alle verlassen, egal ob beim Proben oder Feiern: Alle sind sehr engagiert, denn nur mit Teamwork kommt man ans Ziel.

Karin Buchholzer:  Ich finde wir akzeptieren uns und mögen uns mit allen Ecken und Kanten. Wir haben Spaß am Tanzen und miteinander. Was uns besonders auszeichnet, ist unsere Leiterin Ingemarie, die – zu unser aller Glück- eine Engelsgeduld hat.

Gina Bierkoch: Die Fröhlichkeit aller und der Zusammenhalt ist toll.

Frage: Was gefällt dir  an den Auftritten oder an der Gruppe besonders gut und wie sehen diese aus?

Stefanie Rochus: Es sind so viele unterschiedliche Charaktere dabei, von Jung bis Alt, da gibt es immer was zu lachen. Egal wie chaotisch es manchmal zugeht, am Ende wird es immer ein Erfolg. Die Aufregung vor den Auftritten schweißt uns noch mehr zusammen und wenn ein Fehler während des Auftritts passiert, wird keiner verurteilt. Es soll ja Spaß machen und kein Wettkampf sein. Es zählen das Zusammensein und die Freude daran und das ist uns bisher immer gelungen.

Anita Ludwig: Am besten an der Gruppe gefällt mir einerseits der Zusammenhalt und andererseits, dass Jung und Alt dabei sind und Freunde und Familie miteinander tanzen, lachen und Spaß haben. Das Schöne an den Proben und den Auftritten ist die körperliche und geistige Anstrengung, die Aufregung und die Spannung. Am Ende wird es doch immer wieder ein super Auftritt.

Heinrich Ludwig: Der Zusammenhalt, der ständig wächst. Es sind einige Mitglieder dabei, die fast 200 km fahren, um dabei sein zu können – Hut ab!

Isabel Gärtner: Die Auftritte sind immer was ganz Besonderes, denn darauf haben wir hingearbeitet. Man wird von allen noch mal motiviert, bevor wir raus gehen und dieses unglaubliche Gemeinschaftsgefühl erleben. Dann genießt man nur noch den Moment und den Applaus und ist sehr stolz auf das, was wir geschafft haben. Danach wird erst mal richtig gefeiert. Wir haben immer so viel Spaß zusammen. Es ist immer wieder eine riesengroße Freude mit der Tanzgruppe zusammen zu sein!!

Frage: Wie sieht es hinter den Kulissen aus?

Doris & Kurt Baltes: Die besten Partys finden hinter den Kulissen statt. Vor dem Auftritt geht alles ganz ruhig zu, nach dem Auftritt geht die Party dann erst richtig los. Wir sind Weltmeister in Kabinenpartys feiern.

Tina Fleischer: Vor dem Auftritt herrscht meist Lampenfieber. Jeder ist angespannt, letzte Unsicherheiten werden beiseite geräumt und jeder versucht sein Bestes zu geben. Nach den Auftritten ist man erstmal erleichtert und es werden die tollsten Kabinenpartys gefeiert, die meist sehr fröhlich, laut und lustig sind. Dadurch wird der Zusammenhalt noch stärker und man freut sich schon auf das nächste Tanzen.

 

Sandra Gärtner:  Hinter den Kulissen geht die Post ab, egal ob bei den Proben (wo unsere Inge-Marie öfter mal mit uns schimpfen muss weil wir so gerne quatschen) oder vor und nach den Auftritten – bei uns ist immer was los! Es ist immer Halligalli und die Musik darf nie fehlen! Hierfür ist mein Papa, unser DJ Ene, auf jede Situation mit der passenden Musik vorbereitet. Also manchmal sind selbst die „Kabinenpartys“ einfach legendär! Ich liebe es!

Frage: Wie viele seid ihr in der Gruppe und welche Altersgruppen sind vertreten?

Gina Bierkoch: Unser jüngstes Mitglied ist 8 und unser ältestes ist 59, doch der Altersunterschied macht uns nichts aus.

Udo Bierkoch: Wir sind ca. 35 begeisterte Mitglieder.

Frage: Was war dein persönlicher Lieblingstanz?

Heidi Rochus: Alle Tänze sind toll und machen richtig Spaß, aber mein Lieblingstanz war „Der Berg ruft“, der unserer Gruppe auch ihren unverwechselbaren Namen „Die Bergvagabunden“ gab.

Norbert Buchholzer: Cotton Eye Joe – ganz klar.

Anne Dengel: Für mich war es mit Abstand der Polkatanz – ein richtiger Volkstanz mit Pep und Spaß.

Frage: Was findest du an der Gruppe bzw. der Rosler Gemeinschaft besonders?

Udo Bierkoch: Dass wir Spaß haben bei allem was wir tun.

Doris Baltes: An der Gruppe finde ich die Truppe toll. Selbst unsere Tochter Leni, 8 Jahre und jüngstes Mitglied, ist ganz begeistert. Wir haben bei unseren gemeinsamen Aktivitäten, wie beim Wandern in den Bergen, beim Proben, bei den Auftritten und natürlich beim Feiern, egal wo, wahnsinnig viel Spaß zusammen. Der Wasen am 30.04. war mal wieder der Oberhammer!!

Erwin Gärtner: Von Anfang an war diese Gruppe „ein Herz und eine Seele“. Die Gemeinsamkeiten, die Fröhlichkeit und die Unbeschwertheit verbinden uns. In einem Satz: Ihr seid alle spitze! Ich freue mich auf jede Probe und möchte nicht mehr missen ein Teil dieser Gruppe zu sein. Euer DJ Ene!

Anne Dengel: Von Jung bis Alt ist alles dabei. Jeder hat seinen eigenen Charakter – wir lachen und feiern zusammen, wir können aber auch diskutieren und streiten, aber trotzdem respektieren wir uns, eben wie in einer großen Familie.

Heinrich Ludwig: Ich glaube es ist der (un-)erfüllte Traum unsere Kultur zu erhalten …

Brigitte Gärtner: Das Besondere an unserer Gemeinschaft ist: Wir, die Rosler Bergvagabunden, sind eine fantastische Gruppe, die gemeinsam durch Dick und Dünn geht, sich füreinander interessiert und bei der es nie langweilig wird – auf echte Rosler Art! Brüllen, Lachen, Schreien und das alles womöglich noch gleichzeitig. Temperament und Emotionen geballt mit Lautstärke – das sind wir, die Vagabunden. Ich liebe es! Unser Geheimnis: Emotionen leben und wer es nicht kann, lernt es bei uns schnell!

 

Wie geht es bei den Bergvagabunden weiter? Ein Ausblick  von Ingemarie Dengel:

Zurzeit bereiten wir zwei Volkstänze für das Rosler Treffen vor, mit denen wir alle Gäste erfreuen möchten. Am 20.06.2015 nehmen wir beim Kinderfestumzug in Salach teil. Letztes Jahr erzielten wir mit unseren Tänzen einen riesen Erfolg beim Seniorennachmittag in Salach, woraufhin wir sofort für Oktober 2015 wieder eingeladen wurden. Im Herbst sind wir zu einem Tanzauftritt bei der Ulmer Landsmannschaft eingeladen. Am 21.11.2015 organisieren wir in Salach in der Stauferlandhalle wieder einen Kathreinenball, den wir zusammen mit Martin Bierkoch organisieren. In diesem Jahr wird die Highlife-Band den Abend musikalisch begleiten. Im neuen Jahr steht dann auch schon unser Highlight bevor: Der Faschingsball mit den Musikaposteln aus Tirol! Karten werden im Vorverkauf erhältlich sein. Auch für Geselligkeit ist wieder gesorgt, wie z.B. der Stuttgarter Wasenbesuch im Herbst 2015 sowie im Frühjahr 2016. Unsere alljährliche Weihnachtsfeier, zu der wir wieder alle Rosler aus der Umgebung einladen möchten (Mit Anmeldung um planen zu können), findet im Foyer der Stauferlandhalle statt. Dann heißt es natürlich an vielen Sonntagen üben üben üben. Vielleicht hat der Ein oder Andere auch Lust bei uns mal reinzuschnuppern und unsere Herzlichkeit und stimmungsvolle Atmosphäre mitzuerleben. Wir freuen uns über jede Person, die wir bei den Rosler Bergvagabunden begrüßen dürfen.

Abschließend möchte ich noch einen herzlichen Dank an alle Mitwirkenden aussprechen, die die Gruppe und die Zusammenarbeit so einzigartig machen. Auch Martin Bierkoch möchte ich mich sehr herzlich für sein Vertrauen und seine Unterstützung danken. Nun heißt es wieder … üben üben üben  … das Rosler Treffen 2015 steht vor der Tür!

 

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